”AN DEN FRIEDEN DENKEN, HEIßT AN DIE KINDER DENKEN!”

DR. MARIA MONTESSORI

ERKLÄRUNG DER MONTESSORI-BEWEGUNG IN DEUTSCHLAND

Wir erleben zurzeit einen Krieg in Europa, den wohl die meisten von uns in dieser Form nicht für möglich gehalten hätten. Nach Auskunft der Vereinten Nationen sind zwei Wochen nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine ca. zwei Millionen Menschen, vor allem Frauen und Kinder, auf der Flucht in die Nachbarländer der Ukraine und weiter nach West- und Nordeuropa. Eine Tragödie von unbeschreiblichem Ausmaß und Leid gerade auch für Zigtausende betroffener Kinder!

Auch all die Kinder bei uns, die nicht unmittelbar von Leid und Flucht betroffen sind, mit denen wir als Montessori-Pädagog:innen täglich Kontakt haben, benötigen Antworten und Orientierung in dieser für sie schwer fassbaren Situation.

Dr. Maria Montessori war selbst Zeitzeugin dreier Kriege in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Unter dem Eindruck der ungeheuren Not, welche die Kriegsereignisse des Ersten Weltkriegs auf das Schicksal von Kindern ausübten, um das unmittelbare Leid dieser traumatisierten Kinder zu lindern und ihnen zurück zu psychischer Gesundung zu helfen, schlug sie damals folgendes vor: Erzieher:innen, Lehrkräfte und Krankenschwestern sollten als konkrete Sofortmaßnahme gemeinsam die Kinder durch das Angebot einfacher sinnvoller Aktivitäten unterstützen, es sei „die Form, die die Erziehung annehmen muss, um unter den gegenwärtigen Umständen der Welt helfen zu können.“ (Dr. Maria Montessori „Erziehung und Frieden“)

Früh forderte Montessori formale Rechte für Kinder, darunter das Recht auf ein Aufwachsen ohne Gewalt. Sie wies darauf hin, die gesamte Menschheit als eine gemeinsame Nation zu sehen, die viel mehr verbindet als sie trennt und der gemeinsame Aufgaben und Verantwortlichkeiten übertragen sind. Sie sprach von der Menschheit als einer einzigen Nation‚ la nazione unica, und betonte: „Wenn wir vom Frieden sprechen, verstehen wir darunter nicht einen partiellen Waffenstillstand zwischen getrennten Nationen, sondern einen Dauerzustand, der die gesamteMenschheit umfasst.“

Dr. Maria Montessori erkannte die Bemühungen von Politik und Diplomatie zum Erreichen von Frieden als wichtig an. Vor allem sah sie das oberste Ziel der Erziehung darin, in einem gewaltfreien, jahrelangen Prozess die Bereitschaft, die Fähigkeit und den Willen zum Frieden in Kindern und Jugendlichen aufzubauen. Sie setzte sich dafür ein Leben lang ein. Auf ihrem Grab in Noordwijk aan Zee in den Niederlanden steht folgende Inschrift als Vermächtnis ihrer Erziehungsbemühungen: „Ich bitte die lieben Kinder, die alles können, mit mir zusammen am Aufbau des Friedens in den Menschen und in der Welt zu arbeiten.“

„Die Kinder haben das Recht, im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden.“ Sie haben „das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht“. So steht es in der Kinderrechtskonvention der Generalversammlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1989. Um Krieg und Gewalt vorzubeugen, stehen wir in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt in der Pflicht, Frieden und Erziehung in Einklang zu bringen. In der Bildungslandschaft können wir die Grundlagen schaffen für eine weltweite

Verständigung. Für ein gemeinsames, respektvolles Miteinander. Für eine friedliche Welt, die auf Diplomatie und Kommunikation setzt – statt auf Aggression und Waffen. Diesen Beitrag kann und soll die Erziehung leisten.

So muss die Friedenserziehung ein zentrales Ziel der Bildung sein. Die Krisenprävention und gewaltfreie Konfliktbearbeitung müssen ausgebaut werden. Wir müssen in die Bildung unserer Kinder und damit in unsere Zukunft investieren, denn die Kinder von heute sind die Gestalter:innen der Zukunft und des Friedens.

Wir als Montessori-Pädagog:innen teilen Dr. Maria Montessoris tiefe Überzeugung von der Wirksamkeit einer Erziehung zum Frieden und vertreten dies in der täglichen Begleitung mit Kindern und Jugendlichen.

Montessori Deutschland gemeinsam mit Montessori-Pädagog:innen und MontessoriOrganisationen in Deutschland


 

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Das Montessori-Zentrum

Das Montessori-Zentrum ist eine seit über 30 Jahren in Heidelberg etablierte Bildungseinrichtung in freier Trägerschaft, in der etwa 300 Kinder vom Kleinkindalter bis zum Schulabschluss begleitet werden. Es steht grundsätzlich allen jungen Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Leistungsvermögen offen. In der Zusammensetzung der jahrgangsgemischten Gruppen streben wir an, die gesellschaftliche Vielfalt ausgewogen zu berücksichtigen. Wir beachten die Unterschiedlichkeit in der individuellen Entwicklung und ermöglichen so das Entfalten des jeweiligen Potentials. Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind uns in jeder Altersstufe willkommen.
Entstanden ist der Verein aus einer Initiative von pädagogisch Interessierten, wird mittlerweile von einem hauptamtlichen Vorstand geführt und beschäftigt rund 70 Menschen. Unsere Pädagogen verfügen über hochwertige Zusatzausbildungen in der Montessori-Pädagogik und langjährige praktische Erfahrung.

Unsere Einrichtungen werden durch öffentliche Zuschüsse der Stadt Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Die Elternbeiträge sind nach dem Einkommen gestaffelt, als Verein sind wir zudem berechtigt Spenden anzunehmen, die wir der Qualität unserer pädagogischen Arbeit zu Gute kommen lassen.
Wir wollen noch weiter wachsen. Unsere momentan in Rohrbach verteilten Einrichtungen werden auf einem gemeinsamen Gelände in ein Zentrum ziehen, so dass die Kinder zukünftig von der Krippe bis zum Schulabschluss bei uns nach einem durchgängigen Konzept lernen und alle Übergänge fließend gestaltet werden können.



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Aktuelles

21. November 2022
Die Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins findet am 06.12.2022 um 20 Uhr statt.
Besuch auf Gut Hohenberg
21. November 2022
7. Oktober 2022
Auszug aus der neuen Broschüre der Stadt Heidelberg zur Konversion – S.75: Das neue Montessori Zentrum Heidelberg: Die Broschüre „Konversion“ ist zu finden unter: https://www.heidelberg.de/Konversion/Startseite+Konversion.html. Bei einem öffentlichen Spaziergang können sich alle Interessierten selbst ein Bild von den bisher umgesetzten Maßnahmen und dem aktuellen Baufortschritt auf der Konversionsfläche machen. Die Stadt Heidelberg lädt am Freitag, […]

Projektentwicklung

7. Oktober 2022
Auszug aus der neuen Broschüre der Stadt Heidelberg zur Konversion – S.75: Das neue Montessori Zentrum Heidelberg: Die Broschüre „Konversion“ ist zu finden unter: https://www.heidelberg.de/Konversion/Startseite+Konversion.html. Bei einem öffentlichen Spaziergang können sich alle Interessierten selbst ein Bild von den bisher umgesetzten Maßnahmen und dem aktuellen Baufortschritt auf der Konversionsfläche machen. Die Stadt Heidelberg lädt am Freitag, […]
Kinderhaus ist umgezogen (27.11.)!
27. November 2021
Herzlich Willkommen am neuen Standort: Vielen Dank an alle, die beim Umzug und Einräumen mitgeholfen haben: – das Kinderhausteam, das den gesamten Umzug im laufenden Betrieb organisiert und in so kurzer Zeit wieder wohnliche Räume für die Kinder geschaffen hat,– die Eltern, die beim Aufbauen, Einräumen, mit Verpflegung und vielem anderen unterstützt haben,– das Verwaltungsteam, […]

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